MittelPunkt 2020

Tagung, Kennenlerntreffen, Raum zum Experimentieren und jede Menge Spaß und Party – der MittelPunkt des Deutschen Liverollenspiel-Verbands e.V. (DLRV) vereint viele Aspekte zugleich. 2020 findet er vom 13. bis 15. November statt, wobei die Konferenz aufgrund der aktuellen Pandemie ausnahmsweise als reine Online-Veranstaltung organisiert wird. Unter dem Motto „Patient Larp“ wird sich der MittelPunkt 2020 dabei auch inhaltlich mit der aktuellen Krise und ihren Auswirkungen auf die Larp-Szene beschäftigen.

Infos gibt es auf der MittelPunkt-Seite und unter larp-mittelpunkt/.

Patient Larp

Corona/Covid-19 hat auch die Larp-Szene voll erwischt. Es gab bereits zahllose Absagen oder Verschiebungen von lange geplanten Projekten die in diesem Frühjahr und Sommer stattfinden sollten und vermutlich werden noch weitere folgen. Das bringt viele Larp-Orgas nicht nur in wirtschaftliche Schwierigkeiten, sondern zehrt auch an der Motivation der meist ehrenamtlich Beteiligten und sorgt für Frust unter Spielern.
Auf dem MittelPunkt 2020 wird es daher Raum für Orgas und Spieler geben, um über Erfahrungen der letzten Monate zu diskutieren und Konzepte und Ideen zu präsentieren. Im Schatten der Pandemie entstehen gerade neue Spielformen, Herangehensweisen an das Hobby und Projekte, mit denen sich Larper gegenseitig bei Laune halten. Einige Larper experimentieren mit Video-Rollenspielformaten und Online-Escape-Spielen, erste Orgas denken über Larpkonzepte nach, die auch unter strengen behördlichen Auflagen (etwa Maskenpflicht und Abstandsgeboten) funktionieren. Nicht zuletzt sollen spannende Projekte für die (hoffentlich weniger eingeschränkte) Larpsaison 2021 vorgestellt werden.

Mit der Verlegung in den digitalen Raum schlagen die Veranstalter auch eine Brücke zum ursprünglich geplanten Schwerpunkt der Konferenz, dem Thema „Dokumentation im Hobby Larp“. Denn möglichst viele der für den MittelPunkt erarbeiteten Beiträge sollen anschließend dauerhaft online zur Verfügung stehen und so Larper erreichen, die zu einer örtlich gebundenen Veranstaltung nicht gekommen wären. Darüber hinaus sollen Herangehensweisen an die Dokumentation des eigentlichen Larp-Erlebnisses und, die Aufbereitung von Hintergrundmaterialien, Arbeitsprozessen oder Leitfäden vorgestellt und diskutiert werden – aus Sicht der Planer auch ohne längere Zwangspause eine gute Voraussetzung, um konsistente Spielwelten zu schaffen und das Rad der Larp-Organisation nicht immer wieder neu erfinden zu müssen. Die von Zauberfeder traditionell herausgegebene Aufsatzsammlung wird sich 2020 ebenfalls schwerpunktmäßig mit dem Thema „Dokumentation“ befassen.